Profil & Geschichte

Jedes Jahr treffen sich über 1‘000 IT- und Businessverantwortliche in Interlaken. Anlass dafür sind die X.DAYS. Eine interdisziplinäre Konferenz, die einen Überblick über aktuelle Themen, Trends und Einsatzmöglichkeiten modernster Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht. Was 2003 begann, ist zur erfolgreichsten nationalen Business- und Networking-Plattform rund um Neuigkeiten und Trends aus der ICT-Welt herangewachsen.

Anfang 2012 liessen die Verantwortlichen die letzten Jahre Revue passieren und gaben so Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der X.DAYS von der Stunde Null an.

Was war die Initialzündung für die X.DAYS?
Daniel Moschin:
Microsoft war viele Jahre Gast bzw. Aussteller auf der Orbit. Für den jeweils zweitstöckigen Stand, der auch unseren Partnern Raum für ihre Präsenz und mögliches Netzwerken bot. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase stellten wir unter anderem fest, dass eine Messe wie die Orbit für uns nicht mehr das optimale Format darstellte; wir konnten unsere Geschäftskunden nicht mehr in der von uns und unseren Partnern gewünschten Form adressieren. Wir suchten nach einer anderen Möglichkeit, die das Bedürfnis nach spannenden Business- und Technologie-Inhalten abdeckt und diese einem grösseren Business- und Fachpublikum in angenehmer Atmosphäre vermittelt. Der Gedanke einer eigenen, nationalen Plattform für uns und unsere Partner war geboren und sah von Anfang an vor, mehr als nur Technologien und Lösungen zu präsentieren. Wir wollten zusätzlich ein interessantes und für alle inspirierendes Rahmenprogramm bieten, welches den Austausch zwischen Microsoft, den Partnern und den zahlreichen Kunden in der Schweiz ermöglichte.

Warum X.DAYS?
Daniel Moschin: Der Name kommt von dem Ziel, wichtige Themen und Lösungen mit all unseren Kunden- und Partnergruppen zusammen zu bringen. Das ergab dann: X-Themen, X-Partner, X-Kunden. Multipliziert mal 2-Tage = X.DAYS. Nicht spektakulär, aber nachhaltig.

Sie fingen quasi bei null an. Was waren die grossen Herausforderungen?
Daniel Moschin: Die Vorbereitungen der ersten X.DAYS waren auf verschiedenen Ebenen von Herausforderungen geprägt: Organisatorisch, Budget technisch und personell. Viele begrüssten unsere Idee und zeigten entsprechendes Interesse. Aber wo Sonne ist, ist auch Schatten. Wir hatten viele Befürworter, aber auch Skeptiker – intern und unter den Partnern. Dies war verständlich, wenn man die Grösse des notwendigen Budgets und die damalige Lage der IT-Landschaft betrachtet. Wir mussten beweisen, dass der Event für alle Beteiligten eine gute Alternative ist und entsprechenden Mehrwert bietet. Das führte zu vielen Diskussionen und zum Entschluss, den Anlass zusammen mit starken Partnern zu organisieren. Diese haben wir mit Orange und Hewlett Packard dann auch gefunden. Der Startschuss für die ersten X.DAYS war gefallen. Ganz ehrlich: Es war ein Risiko. Wir wussten nicht, wie gut der Event ankommt, ob die Besucherzahl zufriedenstellend ausfällt und was uns alle genau erwartet. Heute bin ich froh, dass wir das Risiko auf uns genommen haben. Es hat sich gelohnt.

Haben sich diese Herausforderungen verändert?
Bettina Brandenberger: Den X.DAYS wehte 2009 und 2011 ein harter Wind entgegen. Zuerst gab HP den Austritt und dann Orange. Die wirtschaftliche Situation war ziemlich schwierig. Doch mit EMC stiess 2009 ein neuer Keypartner dazu und 2011 konnten wir mit Canon das neue Gremium vervollständigen und zu einer starken Gruppe ausbauen. Intern begegnen die X.DAYS kaum noch Skeptikern. Wir haben jetzt den Vorteil, dass wir auf viele erfolgreiche Jahre und positive Rückmeldungen von Kunden und Partnern zurückblicken können, was die X.DAYS stärkt und deren Wichtigkeit aufzeigt .

Sie haben die Organisation der X.DAYS abgegeben. Haben Sie eine prägende Erinnerung mitgenommen?
Daniel Moschin:
Ja. Eine ganz persönliche. Das war im vierten Jahr. Ich stand mit Andreas Wetter (damals Geschäftsführer von Orange) und Urs Fischer (damals Geschäftsführer von HP) zur Begrüssung der Gäste auf der Bühne. Christine Maier führte die Moderation und forderte uns spontan auf, das Lied „Alperose“ zu singen. Obwohl wir alles gegeben haben, bekam keiner von uns einen Plattenvertrag (schmunzelt).

Zu den Personen:
Daniel Moschin: Consumer Channels Group General Manager, Microsoft Schweiz
Mitbegründer der X.DAYS und von 2003 bis 2006 Hauptverantwortlicher seitens Microsoft Schweiz.
Bettina Brandenberger: Teamleiterin Events, Microsoft Schweiz
Von 2007 bis 2012 verantwortliche Event-Managerin seitens Microsoft Schweiz.